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Wildstrauchhecke - Bunte Vielfalt

Eine vielfältige Mischhecke erfreut das ganze Jahr mit ihrer Blütenvielfalt, den Früchten und den bunten Farben im Herbst. Für eine Wildstrauchhecke sollte die Natur Vorbild sein. Denn eine solche Hecke bietet vielen Insekten und Vögeln Unterschlupf und Nahrung. Die Wildstrauchhecke darf nicht zu eng gepflanzt werden. Ein Abstand von ca. 1 bis 1,50 m in der Reihe bei stark wachsenden Gehölzen sollte eingehalten werden. Bei zu enger Pflanzung verkahlen die Sträucher von unten her zusehends. Zweireihige Hecken (Sträucher werden dafür im Zickzack gepflanzt) sind optisch schöner und ihre ökologische Wirkung ist noch größer.

Dabei ist eine Wildstrauchhecke keineswegs eine wilde Ansammlung grüner Gehölze. Diese Pflanzen eignen sich hervorragend für eine Wildstrauchhecke:

 

Buntlaubige Gehölze

Gehölze mit buntem Laub haben eine gute Fernwirkung. Sie sind auch ohne Blüten eine Attraktion im Garten und bringen Abwechslung in monotones Grün.

  • Der Gelbblatthartriegel (Cornus alba 'Spaethii') ist als anspruchsloser Strauch eine ideale Heckenpflanze.
  • Der Buntblättrige Etagenhartriegel (Cornus controversa 'Variegata') trägt weiß gerandete Blätter und wächst in Etagenform, abwechselnd waagrecht und senkrecht.
     

Fruchtschmuck

Nicht nur die Rosen schmücken sich im Herbst noch einmal vor der winterlichen Ruhe. Die heimische Pimpernuss (Staphylea pinnata) blüht im Frühjahr weiß und trägt im Herbst blasige Fruchtstände. Mit auffallend farbenfrohen Früchten beeindrucken auch die heimischen Wildsträucher, allen voran das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) und der Weißdorn (Crataegus monogyna).

 

Gehölze mit besonderen Zweigen

Die Rinde von Gehölzen ist einerseits ein Schutzmantel für die darunter liegenden Leitungsbahnen des Holzes, andererseits „Deponie“ für Stoffe, die der Baum für seinen Stoffwechsel nicht brauchen kann. Rinden können wunderbare Farben haben, und manchmal verbiegen sich die Zweige auf ungewöhnliche Weise. Einige Gehölze mit besonderen Rinden und Zweigenformen sind:

  • Korkenzieherhasel (Coryllus avellana ´Contorta’): Ihre Zweige sind in Korkenzieherform gedreht. Da die Korkenzieherhasel auf der gewöhnlichen, starkwüchsigen Haselnuss veredelt wird, kommt es immer wieder vor, dass die Veredlungsunterlage durchtreibt. Diese Triebe vorsichtig bis an das alte Holz heran zurückschneiden.
  • Korkflügel-Spindelstrauch (Euonymus alatus): Er ziert durch prächtig rote Herbstfärbung der Blätter und durch Korkleisten-Flügel auf der Rinde. Der Strauch ist gut schnittverträglich und auch für Hecken geeignet.
  • Blut-Hartriegel (Cornus sanguinea): Seine Triebe sind kurzbehaart und leuchtend rot gefärbt. Die beerenähnlichen Früchte sind zunächst grün, im reifen Zustand blauschwarz und für Vögel ein begehrtes Winterfutter
  • Sibirischer Hartriegel (Cornus alba ´Sibirica´): Seine korallenrote Zweige sind im Winter ein besonders schöner Kontrast zum Schnee. Achtung: Nur die jüngeren Triebe sind kräftig rot gefärbt, deshalb den Strauch alle paar Jahre kräftig zurückschneiden.

 

Ausführliche Informationen zum Gärtnern mit der Natur Gärtnern erhalten Sie gern am Gartentelefon unter 039934 / 899646 montags von 13-17 Uhr. Hier beantworten wir auch gerne Ihre weiteren Gartenfragen. Weitere interessante Gartentipps finden Sie in unserem Gartentipp-Archiv.

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Neue Wege für 
„Natur im Garten MV“

Liebe Naturgärtnerinnen und Naturgärtner,
liebe Freundinnen und Freunde von „Natur im Garten MV“,
das Gartenjahr 2023, aber leider auch der derzeitige Förderzeitraum von „Natur im Garten MV“ neigen sich dem Ende zu. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass das Jahr 2024 ein besonderes Jahr der Veränderung und Weiterentwicklung der Aktion „Natur im Garten MV“ werden wird.

Lesen Sie hier unseren Weihnachtsbrief mit ersten Informationen und Aussichten.

 
 
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Der Gartentipp
 
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Eine gute Nacht für die Artenvielfalt

 Am 22. Mai, dem Internationalen Tag der Artenvielfalt, wird daran erinnert, dass der Schutz von Arten, Lebensräumen und genetischer Vielfalt weltweit unser aller Bemühen braucht. Doch nicht nur die Organismen sind schutzbedürftig, die wir tagsüber wahrnehmen können. Auch die Nacht wird von zahlreichen Arten belebt, die den meisten von uns, während wir schlafen, verborgen bleiben. Gartenbeleuchtung und sogenannte Lichtverschmutzung sind für die Lebewesen der Nacht stark irritierend und belastend, für Insekten wie Nachtfalter oft sogar tödlich und auch für uns Menschen in vielerlei Hinsicht ungesund. 
Eine Reduktion von Lichtverschmutzung ist also im Sinne des Artenschutzes.