Nach dem Kauf hieß es in die Hände spucken.
Parallel zur Renovierung des Niederdeutschen Hallenhauses aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde der Garten geplant und angelegt.
Erhaltenswerte Bäume, Sträucher und Hecken erhielten ein Verjüngungsschnitt.
Das etwa ein Hektar große Gelände wurde mit einer schützende Hecke aus heimischen Gehölzen umfriedet.
Nach und nach wurden Gartenzimmer angelegt, Stauden, Gemüse- und Blumenbeete gestaltet, Obstbäume, die nicht mehr zu retten waren wurden gefällt und durch Neuanpflanzungen alter Obstbaumsorten ersetzt.
Auf dem Fundament eines früheren Stalls entstand ein siebzig Quadratmeter großes Gewächshaus, in dem im Winter Salate, Spinat und Kräuter gedeihen und mediterrane Kübelpflanzen überwintert werden.
Im Kräutergarten, der vom Haupthaus geschützt nach Süden und Westen ausgerichtet und durch ein Wegkreuz geteilt ist, gedeihen Küchen- und Heilkräuter.
Mit dem Ziel einmal den Bedarf an Obst und Gemüse auf der eigenen Hofstelle ernten zu können sammelten Hajo und Dirk in den letzten zwei Jahrzehnten alte Obstgehölze, Gemüsepflanzen und Kräuter um sie in den verschiedenen Nutzgartenbereichen anzubauen.
„Alles immer mit dem Augenmerk auf sich begünstigende Pflanzengesellschaften, Arten-, Umwelt-, und Naturschutz“, erklärt Hajo, dessen Pflanzenlieblinge Gemüse- und Obstpflanzen sind.
„Wir lernten Obst und Gemüse einzukochen, zu fermentieren, in Erdmieten zu lagern und zu trocknen um den Ernteüberschuss des Sommers im Winter nutzen zu können.“ erläutert Dirk, der für die mittlerweile auf sieben Personen angewachsene Hofgemeinschaft kocht.
Jetzt, nach fast zwanzig Jahren ökologischer Bewirtschaftung ist das Ziel, vom eigenen Boden genügend gesunde Lebensmittel für das ganze Jahr ernten zu können erreicht.
Zudem haben wir für geflügelte, vierbeinige und beinlose Gartenbewohner, egal ob Säugetier, Insekt, Reptil oder Vogel Rückzugsmöglichkeiten und Nahrungsquellen geschaffen.