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Kernkriterien

 

Die Basis eines Naturgartens ist die Einhaltung der  Kernkriterien.

 

Verzicht auf Pestizide


Chemische Pflanzenschutzmittel sind Gift. Mögen sie auch kurzfristig Schädlinge beseitigen und Pflanzenkrankheiten scheinbar kurieren, belasten Sie doch bei Herstellung und Ausbringen im Garten die Umwelt nachhaltig.


Orientiert man sich bei der Auswahl und Zusammenstellung der Pflanzen für den Garten an ihrem natürlichen Standort und ihren Pflanzengemeinschaften, kann man auch im Garten stabile und gesunde Pflanzungen schaffen. Indem die speziellen Ansprüche der Pflanzen an Boden, Wasser, Licht, Nährstoffe und Partner bei der Auswahl des Standortes berücksichtigt werden, siedeln wir Pflanzen so an, dass sie beste Bedingungen vorfinden, um sich gesund zu entwickeln und sich selbst vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen.


Die Natur arbeitet stets in Netzwerken und Kreisläufen. Verzichten wir auf Pestizide im Garten und lassen wir die Läuse und anderen Schädlinge gewähren, stellen sich auch ihre Feinde, die Gartennützlinge, wieder ein und das ökologische Netz wird dichter.  Je dichter das Netz wird umso tragfähiger wird das Gleichgewicht mit dem Ergebnis, dass sich Eingriffe zunehmend schneller selbst regulieren. Das verlangt von uns am Anfang Geduld und wird zunehmend zur gewissen Gelassenheit: Gibt es viele Schädlinge, sind die Nützlinge nicht weit!


Mit einfachen Mittel können wir verhindern, dass Schädlinge und Krankheiten sich ausbreiten. Ein Wasserstrahl genügt oft schon, die Läuse von den Blättern zu spritzen. Ein Schnitt mit der Schere genügt, um die von Mehltau befallenen Triebe zu entfernen. Zahlreiche umweltfreundliche Mittel, direkt aus der Natur gewonnen, stehen uns zur Verfügung, wenn wir doch einmal stärker, wohl aber immer noch schonende, eingreifen.


Arbeiten Sie im Naturgarten mit dem Grundsatz des vorbeugenden Pflanzenschutzes. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln wird unnötig, wenn Sie darauf achten,


•    vorwiegend robuste, wenn möglich regionaltypische Pflanzen auszuwählen und standortgerecht zu verwenden.,
•    den Boden nachhaltig und schonend  pflegen,
•    Nützlinge fördern.

 

Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger


Die meisten mineralischen Dünger werden mit hohem Energieeinsatz künstlich hergestellt. Die leicht wasserlöslichen mineralischen Dünger liefern schnell pflanzenverfügbare Nährstoffe. Pflanzen benötigen ein kontinuierliches Nährstoffangebot in einem ausgewogenen Verhältnis. Die meisten Gartenböden weisen ein Überangebot an Nährstoffen auf. Die überschüssigen mineralischen Düngergaben wandern als gelöste Nährsalze durch den Boden und belasten das Grundwasser.


In einem gesunden Substrat, das strukturstabil und belebt ist, sind Pflanzennährstoffe optimal verfügbar, so dass sich die Pflanze nach Ihren speziellen Bedürfnissen damit versorgen kann. Mit Garten eigenem Kompost, Mulch, selbst hergestellten Jauchen und Brühen schaffen wir im Boden diese günstigen Wachstumsbedingungen für die Pflanzen.


Ganz ohne lange Transportwege und den Einsatz zusätzlicher Energie entsteht beim Kompostieren von organischen“ Gartenmüll“ mit Kompost ein Bodenverbesserungsmittel, das gleichzeitig günstig auf den Nährstoffhaushalt, das Bodenleben und die Bodenstruktur im Garten wirkt. Über den Kompost schließt sich der natürliche Kreislauf im Garten.


Im Naturgarten verzichten wir gänzlich auf den Einsatz chemisch-synthetischen Düngern. Zur Gesunderhaltung Ihres Bodens können Sie folgende organische Dünger und Pflanzenstärkungsmittel einsetzen:


•    Kompost
•    Jauchen und Brühen
•    Mulchen
•    Gründüngung


Verzicht auf Torf


Moore gehören zu den in Mitteleuropa selten gewordene Naturlandschaften, die über viele Jahrtausende langsam durch Ablagerung pflanzlicher organischer Substanz entstanden sind. Wird Torf abgebaut, müssen großflächig Moorflächen entwässert werden. Dadurch gehen wertvolle Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten verloren. Mit der Trockenlegung der Moore setzt der Abbau der organischen Substanz ein. Dadurch wir klimaschädliches CO² freigesetzt, das zuvor im feuchten Torfkörper gebunden war. Torf ist kein nachwachsender Rohstoff und muss über weite Strecken transportiert werden.


Ökologisch Gärtnern heißt, sich an der Nachhaltigkeit des eigenen Verhaltens zu orientieren. Für uns heißt das, gänzlich auf die Verwendung von Torf im Garten zu verzichten.


•    Wir greifen auf Pflanzen zurück, die zum Wachsen keinen Torf benötigen
•    Für  Kübelbepflanzungen oder zur Anlage von Beeten greifen wir auf Torf freie Pflanzerden zurück.
•    Als Alternative zum Torf nutzen wir speziellen Laubkompost für Pflanzen, die ein saureres Milieu bevorzugen.


Wir wollen beides genießen, lebendige Moore und eine vielfältige Gartenkultur. Daher handeln wir im Naturgarten nachhaltig und suchen nach Alternativen zum Torf.

 

Top-Themen
 

Kriterien zur Gänze erfüllt!

 

Der Kulturgarten Schwerin e.V.
erhält die
500. "Natur im Garten"-Gartenplakette im Land.

 

Am 2. August 2019 verlieh „Natur im Garten“-Fachberaterin Manuela Salchow die 500. „Natur im Garten“-Gartenplakette in Mecklenburg-Vorpommern. Ausgezeichnet wurde der Garten des gemeinnützigen Vereins  Kulturgarten Schwerin wächst zusammen.

 

Kulturgarten Schwerin

 

Das Gelände des Vereins wird gemeinschaftlich genutzt und liegt gut versteckt mitten in Schwerin hinter den Häusern der Wismarschen Straße 282. Frau Dr. Heike Stegmann vom Vorstand des Kulturgartens Schwerin e.V., und weitere Vereinsmitglieder führten Frau Salchow durch den Garten.

Diese stellte am Ende des Rundgangs zufrieden fest: Der Kulturgarten erfüllt die Kriterien der Aktion „Natur im Garten“ vollständig! So überreichte sie den glücklichen Vereinsmitgliedern die "Natur im Garten"-Gartenplakette noch am selben Tag. Damit wurde der 500ste Garten in Mecklenburg-Vorpommern mit der Gartenplakette ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zum Kulturgarten Schwerin finden Sie auf der Hompage des Vereins.

 

 
 
Naturgartentermine
 
Der Gartentipp
 
Brombeerrost - erkennen und handeln (KW36-2019)

 

Rostpilze sind vielgestaltig und befallen Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Sie dringen in das Pflanzengewebe ihrer spezifischen Wirtspflanzen ein und schwächen diese ...

 

Mehr darüber erfahren Sie in unserem Gartentipp.